Abnehmen und schlank bleiben ist ein Ergebnis von Selbstannahme – nicht umgekehrt

Jeder will abnehmen und schlank bleiben. Sie wollen es, meine Klienten wollen es und ich will es.

Warum gelingt es nur so wenigen?

Ich habe es jahrelang so gesehen wie die meisten: „Wenn ich schlank bin, wenn ich es geschafft habe, dann bin ich liebenswert.“

Wer so versucht abzunehmen und schlank zu bleiben, geht von falschen Annahmen aus.

Viele meiner Klienten sagen mir, sie wollen in den Spiegel schauen und sagen können: „Du gefällt mir.“ Und sie nennen mir das als Grund, warum sie abnehmen wollen.

Es soll also das Ergebnis sein.

Das ist aber so, wie wenn ein Bauer vor der Aussaat und der Pflege des Feldes ernten möchte.

Aber Sie machen das jetzt anders als unser verrückter Bauer, okay? Sie säen jetzt erst einmal, damit Sie bald eine reiche Ernte einfahren können.

Wollen Sie das?


Erst das Übergewicht annehmen und dann abnehmen

Will ich denn überhaupt noch abnehmen, wenn ich mich selbst annehme?“ Das ist eine Frage, die ich oft höre.

Ja, natürlich wollen Sie noch abnehmen und schlank bleiben, wenn Sie sich selbst akzeptieren.

Annehmen bedeutet nicht behalten wollen.

Der Antrieb und die Motivation werden sich verändern. Das Abnehmen mit allem, was dazugehört, wird dann einfach ein Zeichen davon, dass Sie sich selbst lieben.

Einer der Hauptgründe für den ständigen Kampf gegen sich selbst und die Realität scheint diese Angst zu sein. Die Angst, das behalten zu müssen, was wir geschenkt bekommen oder annehmen.

Das ist schon seltsam. Woher kommt das?

Wie so vieles vielleicht aus der Kindheit. Vielleicht ist es so wie früher, wenn Tante Erna uns einen hässlichen, rauen, stechenden Wollpulli geschenkt hat und wir ihn immer tragen mussten, wenn sie zu Besuch kam.

Diese Zeiten sind jetzt aber vorbei. Die Lebens-Grundhaltung „annehmen/akzeptieren der Realität“ ist einfach ein psychisch viel gesünderer Ansatz, auf sich und das Leben zu schauen.

Aber Selbstannahme ist am Anfang vielleicht noch ein zu grosses Ziel.

Deshalb nutzen Sie bald einen natürlichen Weg zur Selbstliebe.

Wie der aussieht, fragen Sie?


Die natürliche Entwicklung zur Selbstliebe

Vielleicht ist es am besten, Sie wenden wieder mal die Taktik der kleinen Schritte an. Am besten, Sie beginnen mit der Selbstwahrnehmung.

So können Sie die natürliche Entwicklung nutzen.

Vereinfacht sieht sie so aus:

  1. Selbstwahrnehmung
  2. Selbstannahme/-akzeptanz
  3. Selbstliebe

Warum ist es so schwierig, sich selbst bedingungslos zu lieben? Das ist doch zum Verrücktwerden, oder?


Liebe und Bedingungen – passt das zusammen?

Vermutlich ist es so, weil wir lernen und leben, dass Liebe meist an Bedingungen geknüpft ist. Und wie so oft, lernen wir das auch schon von Kindesbeinen an.


  • Sei ein braves Kind, dann ...“
  • Sag schön Danke ...“ (für den Sch...pulli, der sticht)
  • Wenn du eine gute Note bekommst, dann gehen wir in den Zoo.“

Und auch in der Partnerschaft wird dieses Muster oft weiter gelebt: „Ich liebe dich, weil ...“ Und was passiert, wenn dieses „weil“ wegfällt? Ist dann die Liebe auch weg?

Dann war das keine Liebe.

Und man muss sogar aufpassen, wenn man sich selbst lieben möchte:

Ach, wenn ich es endlich schaffen würde, mich selbst zu lieben, dann würde ich mich wirklich lieben. Aber ich bin so unfähig, ich kann mich nicht mal selbst lieben.“ So tief geht dieses Muster.

Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Wenn-dann-Gedanken oder -Sätze sind oft ein Hinweis auf irgendein Selbstsabotage-Programm (Link T3)

Hier ist ein wichtiger Fakt für Sie:


Allein, dass Sie in dieses Leben geboren wurden, ist Ihre Daseinsberechtigung. Sie sind liebenswert, weil Sie ein Mensch sind.


Sie müssen und können nichts tun, um das zu verbessern. Sie sind Teil der Natur, des göttlichen Plans oder wie auch immer Sie das nennen möchten. Und zwar jetzt schon, Sie müssen nichts dafür tun.

So, jetzt wissen Sie es.

Was können Sie also tun, um sinnvoll abzunehmen und schlank zu bleiben?


Auch die Reise zur Selbstliebe beginnt mit dem ersten Schritt

Am besten wenden Sie weiterhin die Taktik der kleinen Schritte an und folgen der natürlichen Reihenfolge, die ich Ihnen weiter oben gezeigt habe.

Das heisst, die Selbstliebe lassen wir erst mal aussen vor. Sie brauchen ja schliesslich auch noch Entwicklungsspielraum nach oben für den Rest Ihres Lebens, oder?

Also, haben Sie Lust, ein bisschen für ein grosses Erntedankfest zu säen?


Die Spiegelübung

Den Erfahrungen meiner Klienten nach zu urteilen, ist es wahrscheinlich am einfachsten, wenn Sie erst einmal mit einer Vorübung beginnen. Beschäftigen Sie sich ein paar Wochen mit der Vorübung.

Der Beginn: Selbstwahrnehmung

Suchen Sie sich einen ruhigen Platz und entspannen Sie sich. Dann beginnen Sie in Ihren Körper hineinzuspüren. Nehmen Sie die einzelnen Teile Ihres Körpers wahr.

Erst nacheinander und dann alle miteinander, Ihren ganzen Körper als Einheit. Nehmen Sie ihn wahr, so wie er ist. Mit der Fettschicht. Nehmen Sie sich bis zu den äussersten Grenzen Ihres Körpers wahr.

Machen Sie das einige Wochen täglich. Jeweils einige Minuten lang.

Wenn Ihnen das am Anfang zu schwierig erscheint, können Sie mein MP3 „Die Reise zum innersten Wesenskern“ als Hilfe benutzen.

Wenn Sie das Gefühl haben, Sie können Ihren Körper gut wahrnehmen, dann gehen Sie zum nächsten Schritt über.

Die Fortsetzung: Selbstannahme

Suchen Sie sich einen möglichst grossen Spiegel und einen Raum, in dem Sie täglich einige Minuten ungestört sein können.

Wenn Sie im Schlafzimmer keinen Spiegel haben, montieren Sie sich doch den Garderobenspiegel ab und nehmen Sie ihn für die Zeit, in der Sie die Übung machen, mit ins Schlafzimmer. Oder in das Zimmer, in dem Sie die Übung machen wollen.

Betrachten Sie Ihren Körper jeden Tag einige Minuten. Machen Sie das möglichst nackt oder in Unterwäsche.

Wichtig ist, dass Sie keinerlei Urteil fällen, keine Bemerkungen machen, keine Grimassen schneiden.

Sie schauen einfach nur Ihren Körper an, wo er beginnt und wo er endet, wo er Einbuchtungen und Ausbuchtungen hat. Betrachten Sie sich ganz genau und urteilen Sie nicht.

Seien Sie einfach ein neutraler Beobachter.

So als würden Sie einen langweiligen Tisch anschauen. Vielleicht gefällt er Ihnen, vielleicht nicht. Er erregt einfach keine Emotionen.

Betrachten Sie sich von der Seite, von vorne und von hinten. Lassen Sie nichts aus und machen Sie sich immer wieder bewusst, dass das Ihr Körper ist.

Machen Sie sich auch bewusst, dass Ihr runder Bauch, Ihre breiten Hüften usw. dazugehören.

Machen Sie sich bewusst, dass alle Teile Ihres Körpers zusammengehören, dass Sie auch in Ihrer Fettschicht anwesend sind.

Bewerten Sie Ihr Spiegelbild nicht.


Lügen Sie sich auch nicht selbst an.


An diesem Punkt ist es nicht hilfreich, wenn Sie versuchen sich einzureden, dass Sie das mögen, was Sie da sehen.

Mögen und Annehmen müssen sowieso nicht zusammengehören. Sie können auch Dinge annehmen, die Sie nicht mögen.

Machen Sie diese Übung möglichst täglich.

Hier noch etwas, das sehr hilfreich ist ...


Dankbarkeit als Weg zur Selbstliebe

Wenn es Ihnen zunehmend leichter fällt, Ihren Körper zu akzeptieren, dann können Sie beginnen, ihm auch einmal zu danken. Ihn zu loben, dass er so gut für Sie da ist.

Bedenken Sie auch, welche Macht darin liegt, so zu denken:

Wenn Ihr Körper genauso rund geworden ist, wie Sie es mit bewussten oder unbewussten Steuerbefehlen entschieden haben, wenn er also genau das gemacht hat, was er machen sollte, dann können Sie seine Bereitschaft auch für Ihre neuen Ziele nutzen.

Lernen Sie also die innere Haltung „annehmen, was ist“ und machen Sie sie zur gesunden Grundlage, damit Sie abnehmen und schlank bleiben können.


Selbstannahme ist die Ursache für abnehmen und schlank bleiben – nicht umgekehrt


Weitere Tipps und Übungen, damit Sie sich besser selbst annehmen können, bekommen Sie in meinem Newsletter – gratis.