Lassen Sie den Perfektionismus los, dann können Sie Gewicht abnehmen

Sind Sie auch Schwarz-Weiss-Denkerin?

Kommen Ihnen auch manchmal solche Gedanken: „Ich muss immer alles richtig machen, um zum Ziel zu kommen. Wenn ich nicht alles richtig mache, ist alles verloren und nichts wert.“

Perfektionismus verhindert zielsicher, dass Sie Gewicht abnehmen.

Aber Sie können lernen, in sich ein Gefühl zu erzeugen, mit dem Sie spüren: Sie sind okay.

Was wäre das für ein Gefühl für Sie, wenn Sie Perfektion loslassen und in sich spüren „Ich bin okay“?

Ein gutes?

Wenn Sie Lust auf solche Gefühle haben, dann lesen Sie jetzt weiter.

Um Gewicht abnehmen zu können und einen neuen Weg des Abnehmens zu gehen, ist es wichtig, dass Sie lernen, den Perfektionismus loszulassen.

Also, erweitern Sie Ihren Blick und machen Sie Ihr Leben etwas bunter.


Bringen Sie mehr Farben ins Leben und nehmen Sie freudvoller ab

Kennen Sie das folgende Bild?

Sie haben sich etwas vorgenommen, vielleicht abnehmen mit einer Diät.

Dann kommt ein Geburtstag von einem Verwandten und Sie essen ein Stück Kuchen. Und plötzlich verliert das ganze Vorhaben seinen Wert.

Ach, jetzt ist eh alles vorbei. Jetzt bringt es sowieso nichts mehr, weiterzumachen.“

Und dann schmeissen Sie alles hin. So verhalten Sie sich, wenn Sie beim Abnehmen perfektionistische Ansprüche haben. Das kommt vom Schwarz-Weiss-Denken.

Im menschlichen Leben gibt es aber nicht nur schwarz oder weiss. Das menschliche Leben hat auch Grautöne.

Und sogar Farben.

Das ist so offensichtlich, dass es oft verdrängt wird.

Aber einem richtigen Perfektionisten bringt diese Einsicht auch nicht viel.

Warum?

Weil Perfektionismus oft ein ganz tief verankertes Muster ist. Meistens ist es in der Kindheit entstanden.

Was können Sie also tun, um dieses Problem zu lösen?


Das ursprüngliche Bedürfnis hinter dem Perfektionismus erkennen

Hinterfragen Sie Ihre perfektionistischen Ansprüche doch mal. Was soll denn das bringen, wenn Sie immer hundertprozentige Ergebnisse haben müssen?

Bei meinen Klienten finde ich oft folgende Antworten:


  • Sicherheit fühlen
  • Anerkennung spüren/bekommen
  • Aufmerksamkeit bekommen
  • Mich geliebt fühlen


Wo passen solche Bedürfnisse hin?

Das sind die Bedürfnisse eines Kindes in der Beziehung zu seinen Eltern. Vielleicht haben Sie in der Kindheit nur Anerkennung und Liebe bekommen, wenn Sie tolle Leistungen gebracht haben. In der Schule, beim Musizieren oder im Sport.

Oder wenn Sie besonders brav waren und alles richtig gemacht haben.

Machen Sie sich klar, dass Sie kein Kind mehr sind. Sie können aufhören, dieses Muster aus der Kindheit immer wieder nachzuleben.

Dafür ist es wichtig, erst einmal wahrzunehmen, wenn so ein Muster abläuft. Sie können es immer öfter erkennen, wahrnehmen, was passiert und sich dann innerlich sagen: „Stopp!“

Und dann machen Sie sich klar, dass Sie jetzt liebevoller mit sich umgehen und mehr Farbe in Ihr Leben bringen wollen.

Was Ihr Ziel abnehmen und alle damit verbundenen Vorsätze angeht, beginnen Sie umzudenken. Schauen Sie sich ganz genau an, welche Worte und inneren Bilder Sie benutzen.


Über Umwege kommt man auch zum Ziel

Ganz wichtig ist es zum Beispiel, dass Sie Worte wie „Rückfall“ aus Ihrem Wortschatz streichen.

Wenn Sie, zum Beispiel, bei Onkel Ottos Geburtstag ein Stück Kirschtorte gegessen haben (oder auch zwei), können Sie ab jetzt andere Wörter verwenden. (Grafik einfügen aus „Krise chance“)

Nennen Sie es doch lieber so:


  • Umweg
  • Ehrenrunde
  • Extrarunde
  • Abstecher nach Kirschtortenhausen


Seien Sie kreativ und spüren Sie mal nach, welche inneren Bilder und Gefühle mit solchen neuen Wörtern zusammenhängen. Sind sie positiv?

Gut.

Rückfall bedeutet, man fällt dahin zurück, wo man begonnen hat. Wie wenn man beim Monopoly ins Gefängnis muss oder zum Startpunkt.

Das ist aber nicht wahr.

Ein Wort wie „Umweg“ lässt Ihnen weiterhin die Möglichkeit offen, Ihr Ziel zu erreichen. (Ausserdem hat noch nie ein Stück Kirschtorte jemanden dick gemacht. Das ist unmöglich.)

Ja, Sie sind vielleicht kurzzeitig von Ihrem Weg abgekommen, aber Sie können sich wieder auf Ihr Ziel orientieren und weitergehen.

Kennen Sie das Pareto-Prinzip?


Das Pareto-Prinzip

Es besagt, dass Sie 80 % des Ergebnisses mit 20 % der Energie oder Zeit erreichen. Um die letzten 20 % bis zur Perfektion zu erreichen, müssen sie noch mal 80 % der Energie oder Zeit aufwenden.

Lohnt sich das?

Mal angenommen, Sie verhalten sich 80 % Ihrer Zeit nach den neuen, liebevolleren „Abnehmen-ohne-Diät-Vorschlägen“. (Und wenn Sie das schaffen, dann sind Sie ein Meister auf diesem Gebiet, das sage ich Ihnen. Vielleicht biete ich Ihnen dann sogar einen Job an. ;-) )

Oder Sie finden die 20 % der Übungen oder Strategien hier, die für Sie 80 % des Ergebnisses liefern.

Damit erreichen Sie sehr viel Gutes. Besseres Körpergefühl, mehr Lebensfreude, Kopf frei für schöne Dinge, guter Kontakt zu Ihren tiefsten Gefühlen und natürlich Gewicht abnehmen.

Im Grunde alles, was Sie sich wünschen.

Wenn Sie jetzt noch versuchen, die letzten 20 % aufzuwenden, um zu sehr guten, perfekten Ergebnissen zu kommen, dann begeben Sie sich schon wieder auf den Pfad des Diät-Denkens.

Um dem entgegenzuwirken, ist es sehr hilfreich, wenn Sie ab jetzt Aufmerksamkeits-Steuerung machen.

Perfektionisten lenken Ihre Aufmerksamkeit normalerweise darauf, was nicht gut ist. Oder nicht gut genug in ihren Augen. Das ist nicht sehr hilfreich, wenn man Gewicht abnehmen will.

Aber Sie machen es ab jetzt besser, oder?

Sie lenken Ihre Aufmerksamkeit auf das, was gut läuft und was Sie verstärken können.

Das kann nicht jeder, da muss man schon so richtig alles geben, um das besser zu machen. Um so richtig, richtig gut die Aufmerksamkeit auf das Gute zu lenken und liebevoller mit sich umzugehen.

Können Sie das? :-)


Zwei wertvolle Hilfen, damit Sie sich okay fühlen können

Lenken Sie also ab jetzt immer öfter Ihre Aufmerksamkeit auf das, was schon gut ist. Was gut läuft und was sich gut anfühlt. Damit schaffen Sie es leichter, Gewicht abzunehmen.

Ich gebe Ihnen noch zwei hilfreiche Übungen, die Ihnen helfen, sich okay zu fühlen:


  1. Suchen Sie nach Ausnahmefällen in Ihrem Leben. Wann haben Sie sich schon okay gefühlt mit „nur“ guten Ergebnissen? In welchen Situationen haben Sie sich schon geliebt gefühlt und Lob bekommen für gute  Ergebnisse? Bleiben Sie hartnäckig dabei und fragen Sie sich immer wieder. Es wird vermutlich eine Zeit lang dauern, bis Ihr perfektionistischer Anteil akzeptieren kann, dass es auch solche Situationen in Ihrem Leben gab. Und man kann diese Ausnahmen immer finden.
  2. Wenn Sie merken, dass Sie wieder ein Perfektionismus-Muster erleben, dann versuchen Sie mal hinzuspüren, wie Sie sich dabei fühlen. Und vielleicht sogar, was Sie innerlich dabei hören. Fragen Sie sich dann, wann habe ich mich schon so gefühlt? Wie alt fühle ich mich da? Solche Gefühle kommen, wie gesagt, oft aus der Kindheit.


Dann erlauben Sie sich, mit diesem jungen, kindlichen Anteil Kontakt aufzunehmen. Sehen Sie sich als Kind, das sich nach bedingungsloser Liebe, Anerkennung und Sicherheit gesehnt hat.

Übernehmen Sie jetzt die Verantwortung für diesen Teil von sich und geben Sie ihm genau das, was er sich wünscht.

Bedingungslose Liebe.

Wenn Sie ein Kind anschauen, sind Sie dann fähig, dieses Kind bedingungslos zu lieben?

Könnten Sie diese bedingungslose Liebe auch Ihrem eigenen inneren Kind geben?

Wenn Sie innerlich weicher werden und lernen, sich hilfreichere, aufbauende innere Bilder und Gefühle zu schaffen, fällt es Ihnen leichter, Gewicht abzunehmen.

Gewicht abnehmen ist einfacher, wenn Sie Grautöne in Ihrem Leben zulassen. Vielleicht sogar mit ein paar Farbflecken.

Wäre es nicht schön, wenn Sie den kindlichen Teil, der so gelitten hat, annehmen und so bedingungslos lieben, wie er es verdient hat?

In meinem Newsletter bekommen Sie Übungen und Anregungen, um dieses Thema noch zu vertiefen.