Wie Sie Essattacken loslassen:
Hypnose und Wunschgewicht

Die Kontrolle verlieren und heimlich riesige Mengen Essen in sich hineinstopfen. Und anschliessend ein schlechtes Gewissen und niedrige Selbstachtung haben.

Vielen (über)kontrollierten Essern geht es regelmässig so.

Und die schlechten Gefühle, die mit Essattacken verbunden sind, verschlechtern die Situation noch.

Viele meiner Klienten beschreiben Gefühle von Machtlosigkeit. Sie fühlen sich wie ferngesteuert.

Mit solchen Essattacken ist es natürlich schwierig, das Wunschgewicht zu erreichen. In diesem Text geht es darum, wie Hypnose helfen kann, Essattacken zu schwächen, und Ihnen damit hilft, Ihr Wunschgewicht zu erreichen.

Ausserdem bekommen Sie wertvolle Hinweise, wie Sie selbst sinnvoller mit Essattacken umgehen können, damit Sie Ihr Wunschgewicht erreichen können.

Solche Essattacken sind ein grosses Hindernis auf dem Weg zum eigenen Wunschgewicht. Ganz abgesehen davon, dass sie psychisch sehr schmerzhaft sind und das Selbstvertrauen untergraben.

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Hinweis: Wenn Sie schwerste Essattacken haben, suchen Sie sich am besten professionelle Hilfe von einem erfahrenen Therapeuten, der die einzelnen Punkte, die wir hier besprechen, anbieten kann.

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Okay, schauen wir uns mal einige Vorteile der Hypnose auf dem Weg zu Ihrem Wunschgewicht an …


Die Vielseitigkeit der Hypnose ermöglicht Ihnen einen massgeschneiderten Weg zum Wunschgewicht

Hypnose kann bei vielen der Lösungsschritte helfen, die nötig sind, um Essattacken abzuschwächen. Eines der wichtigsten Merkmale der Hypnose ist, dass sie sehr individuell einsetzbar ist.

Mit Hypnose können Sie genau hinschauen, was Sie brauchen, um Ihr Wunschgewicht zu erreichen.

Oder in Bezug auf diesen Text, den Sie gerade lesen: Was Sie brauchen, um Ihre Essattacken zu schwächen oder sogar ganz loszulassen.

Denn obwohl es sehr wichtige Gemeinsamkeiten gibt, muss doch jeder selbst prüfen, was genau bei seinen Essattacken passiert.

Schauen Sie zum Beispiel, ob der folgende Hinweis für Sie passt …


Die Essattacke ist Symptom und Lösungsversuch zugleich

Das herausragendste Merkmal von Essattacken gibt Ihnen auch gleich den besten Hinweis, warum das geschieht und wie Sie es lösen können.

Oder zumindest positiv beeinflussen.

Kontrollverlust.

Gehirn ausschalten und essen ohne nachdenken“, wie es eine Forums-Teilnehmerin treffend beschrieben hat.

Unser Körper und unser Unbewusstes sind manchmal sehr direkt in ihrer Symptom-Sprache. Zu einem grossen Teil ist die ständige Kontrolle des Essens und auch des sonstigen Verhaltens ein Auslöser von Essattacken.

Viele meiner Klienten, die Essattacken haben, konnten das auch bestätigen. Druck, Zwang und noch mehr Kontrolle über die Essattacken verschlimmern nur die Situation.

Es gibt in uns scheinbar Anteile, die nicht kontrolliert werden wollen, die nicht ständigem Druck ausgesetzt sein wollen. Diese inneren Anteile wollen zu ihrem Recht kommen.

Die Essattacke ist wahrscheinlich auch eine Art Rebellion eines inneren Anteils.

Die Frage, die Sie sich dabei stellen könnten: „Darf ich in einem/diesem Bereich meines Lebens undiszipliniert sein?“

Leider gibt es auch das umgekehrte Phänomen …


Die Zwickmühle: Auch ohne Kontrolle gibt es Essattacken

Viele Menschen, die von Essattacken geplagt werden, beschreiben auch, dass in den Ferien und am Wochenende die Häufigkeit und Stärke zunimmt. Da gibt es dann keine Struktur und keine festen Bezugspunkte im Alltag.

Struktur, immer zu tun haben, feste Diätregeln usw., das sind auch Verdrängungsmechanismen. Damit können Sie sich wunderbar von den wirklich wichtigen seelischen Themen in Ihrem Leben ablenken.

Und wenn die Verdrängungsmechanismen am Wochenende fehlen, kommen die verdrängten Inhalte an die Oberfläche.

An diesen zwei Hinweisen sehen wir auch, warum es so schwierig ist, wirklich hilfreiche, allgemein gültige Hinweise zum Lösen von Essattacken zu geben.

Auf der einen Seite verstärken erhöhter Druck und Kontrolle die Essattacken und auf der anderen Seite verstärkt die fehlende Struktur das Problem.

Deshalb ist es am besten, ganz individuell zu schauen, was Sie brauchen.


Ihren Schatten umarmen – Essattacken loslassen

Was das angeht, lohnt es sich vielleicht auch für Sie, sich einmal mit der Schattenarbeit zu beschäftigen.

Ihr Schatten, das sind alle Persönlichkeitsanteile, die nicht sein dürfen oder durften. Mit der Hypnose haben Sie die Möglichkeit, genau solche Persönlichkeitsanteile zu finden und zu integrieren.

Für Sie persönlich wichtig, wenn Sie nicht genug Geld für einen Hypno-Coach haben oder aus einem anderen Grund nicht mit Hypnose arbeiten möchten: Schattenarbeit lässt sich auch sehr gut selbst und ohne Hypnose machen.

Und das ist sehr wichtig, weil unterdrückte Persönlichkeitsanteile auf sehr ungesunde Art immer wieder zum Vorschein kommen. Sie werden immer Wege finden, sich zu zeigen.

Je mehr Sie versuchen, sie zu unterdrücken, desto unangenehmer und zerstörerischer zeigen sich diese Schatten-Anteile.

Bei Essattacken lohnt es sich wahrscheinlich, nach verdrängten Persönlichkeitsanteilen zu suchen, die hemmungslos, unkontrolliert, zwanglos und frei sein möchten.

Und genau die gilt es dann liebevoll anzunehmen und da sein zu lassen.

Es würde den Rahmen dieses Textes sprengen, jetzt weiter darauf einzugehen. Aber es gibt genug Bücher und Therapeuten, die sich mit genau diesem Thema beschäftigen. (Tipp: DVD von Debby Ford als Einstieg in die Schattenarbeit, Bücher empfehlen)

Ein möglicher Weg zur Lösung ist auch, dass sie sich mal anschauen, wann Essattacken am häufigsten auftreten und wann sie am schlimmsten sind …


Wie Sie die Situation verschlechtern können

Allgemein kann man immer wieder die gleichen Umstände beobachten, die Essattacken begünstigen:


  • Diäten (Druck, Zwang, eigene Bedürfnisse vernachlässigen)
  • Heimlichkeit (wieder das Thema: etwas darf nicht sein, ich darf es nicht zeigen)
  • Schuldgefühl und Scham (zugleich Folge einer Essattacke und Auslöser/Verschlechterer)
  • Mit noch mehr Kontrolle gegen Essattacken ankämpfen
  • Stress
  • starke Emotionen (positiv oder negativ)


Was können Sie also tun, um Essattacken einzudämmen oder ganz loszulassen?


Normalisieren Sie doch einfach Ihr Essverhalten: Hää?

Relativ häufig liest man zur Therapie von Essattacken, dass das Essverhalten normalisiert werden soll.

Und ich finde, das ist schon ein seltsamer Tipp.

Er zeigt wieder einen Zwang oder mehr Kontrolle. Da soll sich jemand dann zwingen, langsam zu essen.

Aber das ist ja genau das Problem. Genau das kann der Mensch mit Essattacken in dem Moment ja nicht tun. Und die Kontrolle vergrössert wieder die Wahrscheinlichkeit einer noch stärkeren Essattacke.

Eine wirkliche Zwickmühle.

Wenn man von einem Menschen, der unter Essattacken leidet, verlangt, weniger und langsamer zu essen, könnte man genauso gut zu einem magersüchtigen Menschen sagen, er soll doch einfach mehr essen.

Oder einem Alkoholiker, er solle einfach weniger trinken.

Das zeigt nur das totale Unverständnis desjenigen, der den Tipp gibt. Ich selbst habe keine Erfahrung mit „echten“ Essattacken.

Ich hatte mal eine Zeit lang so etwas Ähnliches. Durch Medikamente ausgelöst, hatte ich ständig Heisshunger. Ich bin morgens früh aufgewacht und musste essen und dann ging das den ganzen Tag so. Alle 3 Stunden musste ich wieder essen. Und viel.

Keine Chance, mich dagegen zu wehren. Das war schrecklich.

Und ich war einmal aufgrund einer Krankheit über zwei Monate lang total anorektisch (unfähig zu essen). Was wohl das genaue Gegenteil von Essattacken ist. Da habe ich dann tatsächlich 25 Kilo innerhalb von fünf oder sechs Wochen abgenommen. (Später war ich dann zu schwach, um noch auf die Waage zu steigen.)

Solche Erfahrungen erhöhen enorm das Verständnis und Mitgefühl.

Leider haben die wenigsten Ärzte und Ernährungsberater solche Erfahrungen gemacht …


Die Gemeinsamkeit von Anorexie und Essattacken: mächtige Ursachen

Ich esse sehr gern und oft auch sehr viel. Das war schon immer so.

Aber in dieser Zeit, als ich anorektisch war, da konnte ich nichts essen. Es war mir klar, dass ich es musste. Und ich habe auch mit Gewalt versucht, zu essen. Aber es ging einfach nicht.

Anorexie und Essattacken zeigen, wie stark und beinahe übermächtig diese unbewussten und körperlichen Instanzen in uns sind.

Ich empfehle Menschen, die abnehmen wollen, auch, zu lernen, langsamer und bewusster zu essen.

Aber jemand mit Essattacken sollte erst einmal jeden Druck von sich nehmen. Entscheidend ist dabei die Grundhaltung, mit der Sie etwas machen.

Und wie gesagt, wenn so ein automatisches, unbewusstes Programm abläuft, funktionieren solche Tipps sowieso nicht. Das ist dann eher begleitende Massnahme, um achtsamer zu werden.

Da ist es erst mal besser, auf Auslösereize zu achten und neue Strategien dafür zu lernen.


Erste wichtige Schritte für Sie, um Essattacken loszulassen

Im Folgenden gebe ich Ihnen ein paar allgemeine Hinweise, wie Sie sich selbst helfen können. Praktisch alle diese Hinweise lassen sich mit Hypnose und einem erfahrenen Coach sehr gut unterstützen und verstärken.

Um die Situation zu entspannen, arbeiten Sie am besten erst einmal daran, anzuerkennen, dass Sie dieses Problem haben. Natürlich wissen Sie das schon.

Aber haben Sie es auch wirklich anerkannt? Und angenommen?

Hier geht es darum, einen sinnlosen Kampf aufzugeben.

Dann machen Sie sich klar, dass Sie keine Schuld haben. Es gibt einfach gewisse Instanzen und Mechanismen in Ihnen, die dafür sorgen, dass Sie sich so verhalten.

Und auch wenn Ihre bisherigen Lösungsversuche nicht zum Erfolg geführt haben, trifft Sie keine Schuld.

Habe ich es schon erwähnt?

Wahrscheinlich ist es auch hilfreich, wenn Sie aufhören, dagegen anzukämpfen. Lesen Sie hier, warum es nicht sinnvoll ist, gegen etwas anzukämpfen.

In einem Forum habe ich gelesen, dass jemand seit acht Jahren gegen Essattacken kämpft und es nur schlimmer wurde. Da habe ich mir spontan gedacht: „Hör endlich auf, dagegen zu kämpfen.“

Ich weiss, leicht gesagt. Aber wenn eine Strategie offensichtlich so nutzlos ist …

Es ja vollkommen natürlich, dass man etwas, was so gewaltig stört und wehtut, weghaben will. Aber hier müssen Sie anfangen, sich hilfreichere Fragen zu stellen.

Und beginnen, mit den Essattacken zu arbeiten.

Wenn sich etwas so hartnäckig hält, nachdem man jahrelang dagegen angekämpft hat, wäre die erste Frage:

Bringt es mir etwas, dagegen anzukämpfen?

Und dann: Welche Strategie wäre besser geeignet, um mir zu helfen?

Weitere Fragen, die vielleicht hilfreich sind:


  • Welche tiefsten Bedürfnisse kommen durch die Essattacken zum Ausdruck?
  • Was versuche ich zu verstecken oder zu verdrängen?
  • Welche Schmerzen will ich nicht fühlen?


Beobachten Sie liebevoll, was die Essattacken verstärkt und was sie abschwächt oder weniger macht.


Finden und verstärken Sie Ausnahmen

Suchen Sie hartnäckig nach Ausnahmen in Ihrem Leben.


Wann haben Sie so gelebt, dass die Essattacken weniger wurden? Was genau haben Sie da anders gemacht?

Wie können Sie dieses Verhalten liebevoll in Ihr jetziges Leben bringen?

Das Verstehen ist der erste Schritt, um die Essattacken zu schwächen. Aber wie Sie selbst schon erfahren haben, hilft das Verstehen im Kopf oft nicht wirklich.

Sie müssen vom kopfmässigen Verstehen zum „gefühlten Verstehen“ kommen.

Besonders beim Aufdecken und Untersuchen von Lebenssituationen und Gefühlen, die mit den Essattacken zu tun haben, ist die Hypnose sehr hilfreich.

Ausserdem hilft Hypnose auch sehr gut, auf einer tieferen Ebene zu verstehen, was im eigenen Leben geschieht, und die Lösungen auf dieser tieferen Ebene zu erarbeiten.

Wichtig bei dieser ganzen Arbeit ist es, dass Sie nicht noch mehr Druck ausüben und nicht noch mehr Zwang. Versuchen Sie wirklich eine liebevolle und neugierige Grundhaltung einzunehmen.

Diese Grundhaltung hilft auch beim nächsten Hinweis …


Seelische Konflikte als Stolpersteine auf dem Weg zu Ihrem Wunschgewicht

Wenn bei Ihnen seelische Konflikte mit dazu beitragen oder sogar ein Hauptauslöser sind, dass Sie Essattacken haben, dann ist auch hier die Hypnose besonders gut geeignet zu helfen.

Gerade bei seelischen Blockaden und Verletzungen aus der Kindheit gibt es in der Hypnose vielfältige Techniken, diese zu lösen.

Ein weiterer Hinweis auf solche schmerzhaften inneren Konflikte:

Wenn der Körper so vollgestopft ist und spannt, ist es kaum möglich, die wahren Gefühle zu spüren. Somit ist das Vollstopfen mit Essen auch ein Verdrängungsmechanismus.

Bei vielen Therapievorschlägen kann man lesen, dass Sie Selbstkontrolle lernen sollen. Ich stehe dem zwiespältig gegenüber.

Sie müssen schon sehr genau anschauen, ob Sie mit diesem Tipp nicht versuchen, die Kontrolle und den Zwang zu verstärken. Und wie wir wissen, verstärkt das wiederum oft das Problem der Essattacken.

Was kann die Hypnose noch?


Hypnose und Wunschgewicht: ideale Partner

Hypnose kann also an vielfältigen Punkten ansetzen, um Ihnen zu helfen, Ihr Wunschgewicht zu erreichen, indem Sie die Essattacken loslassen.

Mit Hypnose kann ein erfahrener Coach sehr individuell auf Sie abgestimmt an Ihren verschiedenen Themen arbeiten.

Hier einige Beispiele für hilfreiche Ansatzpunkte mit Hypnose Ihr Wunschgewicht zu erreichen:


  • Gefühle beeinflussen
  • Selbstannahme
  • Untersuchung von Essattacken-Situationen (Auslöser, Faktoren der Verschlechterung/Verbesserung, Gefühle, Gedanken)
  • Finden von Ausnahmen (und damit von Ressourcen, die helfen)
  • Helfende Ressourcen verstärken
  • Das Verstehen von der Kopf-Ebene auf die Gefühls-Ebene bringen
  • Automatismen unterbrechen lernen
  • Neue Verhaltensweisen im Unterbewusstsein und Gehirn bahnen
  • Auflösen von seelischen Blockaden (Verletzungen in der Kindheit)
  • eine „Pause“ zwischen Reiz und Reaktion ermöglichen


Die Ansatzpunkte sind wirklich enorm vielfältig und müssen sehr individuell angeschaut werden. Genau da hat die Hypnose ihre grosse Stärke.

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